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TRENDWÄNDE-AUSSTELLUNG

Die Bilderserien von Gesine Kikol spiegeln Figuratives, Landschaften und landschaftsverbundene Elemente, wie beispielsweise Elche, Riesenpilze, tote Vögel auf eine geradezu entrückende Weise wider.

Auffallend ist die stets reduzierte Farbpalette der Künstlerin: kühle metallische Grau-, Grün- und Rottöne, Schwarz und Weiß.

Für Gesine Kikol sind die real vorgefundenen oder fiktiven Bildmotive in erster Linie eine Möglichkeit, der Malerei einen Rahmen zu geben. In Werken, z.B. „Madame de Pompadour“ oder „Elch“ füllt sie die Leinwand mit großflächiger Malerei in Öl und Acryl in variantenreichen dunklen, metallischen Farbtönen.

Das Inszenieren der Figur vor dem Hintergrund vollzieht Gesine Kikol mit breiter Pinselstrichführung, die den bewegten Farbfluss in bestimmte Richtungen lenkt. Darüber hinaus begrenzen Farbverdichtungen die Konturen und wirken den nicht fassbaren Dimensionen der Farben entgegen.

Die Farbfläche kann bei Gesine Kikol auch Träger für skizzen- und comicartige Objekte sein, die sie teilweise mit Edding-Stift oder Kugelschreiber direkt auf die bemalte Leinwand zeichnet oder collagenhaft hinzuklebt.

Dr. Katja Schlenker, Trendwände-Ausstellung, Düsseldorf, 2008

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